Wer ist der Feind? Wir suchen immer wieder den Feind... Er kann überall sein, er kann alles und jeder sein! Wir können es nicht sehen, riechen oder berühren, sagten sie... besser, man findet es nicht im Inneren, nur ein Eindringling und der Preis ist hoch. Bleibt auseinander! Getrennt ist das gleiche wie sicher... Du solltest deinem eigenen Körper nicht trauen, da er in ihm sein kann, ohne es zu merken... du solltest niemandem trauen, du solltest dich nicht bewegen. Die Grenzen aller Art werden kontrollierbar, so wie es die Privatsphäre leicht tut. Verzweifelt, endlos scrollen... nach Hinweisen suchend, und dass etwas in uns eingedrungen ist... verschwunden... verloren im Raum des Nicht-Raumes. Wohin sind wir gegangen? Alles geschah zu Hause, in unserem Zimmer?... in unseren schockierten Körpern! Oder vielleicht... in unserem Geist? Wer ist der Feind? Ist er drinnen oder draußen? Sind diese Räume gleich oder anders?
Das Ziel dieser Performance ist es, gemeinsam nach dem Feind zu suchen, während der Zuschauer sich in jeder der Aktionen und Selbstbefragungen des Künstlers selbst reflektiert.
Mirce Velarde-Liljehult ist eine mexikanische Künstlerin, die in Berlin lebt. Ihre Arbeit umfasst performative und poetische, experimentelle Videos, die oft als Installationen gezeigt werden. Ihr Werk umfasst auch Fotografie, Zeichnungen, Skulpturen und Sound-Arbeiten. Die Vorstellungen von einem Selbst, einer Lebensspanne, einer Person und den möglichen Paradoxien um sie herum sind die Hauptfragen ihrer künstlerischen Produktion. Ihre Arbeit erforscht die im sozialen Körper reflektierte Selbstkonstruktion, die auf dualistischen Strukturen basiert, die zwischen seiner Affirmation oder Abwesenheit, einem wahren / ursprünglichen oder falschen / künstlichen Selbst, inneren oder äußeren Zuständen usw. oszillieren können. Die immersiven Installationen oder Performances der Künstlerin zünden einen Zustand der Selbstbetrachtung, der von einem poetischen zu einem humorvollen Ansatz wechseln kann.
Ihre Arbeit wurde international gezeigt, wie zum Beispiel auf dem Transmediale Festival, im Haus der Kulturen der Welt Berlin, Galerie der Stadt Sindelfingen, Stuttgart, dem Freien Museum Berlin, dem PAF Performing Arts Festival Berlin, Kunstraum Kreuzberg Bethanien. Sie studierte Bildende Kunst an der ENPEG, La Esmeralda Mexico und an der Kunsthochschule Weißensee Berlin.